Julius Euting (1839-1913)

11.7.1839 in Stuttgart geboren
1847-1853 Besuch des Eberhard-Ludwigs-Gymnasiums in Stuttgart
1853 Landexamen
1853-1857 Seminar Blaubeuren
1857-1861 Studium der Theologie und orientalischer Sprachen im Tübinger Stift
1861 Erste theologische Dienstprüfung
1862 Promotion zum Dr. phil. mit einer Übersetzung und Erklärung einiger Suren des Koran
1862-1864 Hauslehrer im freiherrlichen Hause Gemmingen zu Babstadt (bei Bad Wimpfen)
1864 Orientalistische Studien in Paris, London und Oxford
1866-1868 Bibliothekar am Tübinger Stift
1868-1871 Bibliothekar an der Universitätsbibliothek Tübingen
Dienstwohnung im Haspelturm des Schlosses
1869 Reise über Sizilien nach Tunis und Karthago
1870 Reise über Sizilien, Athen, Smyrna nach Konstantinopel
1871 Bibliothekar an der Universitätsbibliothek Straßburg
Dienstwohnung im Rohan-Schloß
1871-1885 Veröffentlichung zahlreicher Inschriften, die er auf seinen Forschungsreisen gesammelt hatte
1872 Mitbegründer der Sektion Straßburg des Vogesenclubs. Erschließung von Wanderwegen in den Vogesen und im Schwarzwald. Bevorzugtes Wandergebiet im Schwarzwald: Ruhestein und Umgebung. Als "Ruhesteinvater" noch heute in Erinnerung.
1876-1912 Präsident des Gesamt-Vogesenclubs
1880 Ernennung zum ordentlichen Honorarprofessor an der Kaiser-Wilhelm-Universität Straßburg
1883/84 Große Forschungsreise in Inner-Arabien (ca. 2300km auf Pferd und Kamel)
Ausbeute: 900 aramäische, nabatäische, sabäische und lihyanische Inschriften-Abklatsche und Kopien
Karte der Reiseroute: PDF
1889/90 Zwei Forschungsreisen nach Oberägypten, dem Sinai und Nord-Syrien
1896 "Tagbuch einer Reise in Inner-Arabien", Bd. 1
1896 Gründungsmitglied des Oberrheinischen Vereins für Luftschifffahrt
1898 Reise mit Expedition Brünnow nach Port Said, Jerusalem und Petra
1898 Ballonfahrt von Straßburg nach Colmar bis in 3400m Höhe
1900 Ernennung zum Direktor der Universitäts- und Landesbibliothek Straßburg
1903 Reise nach Jaffa, Jerusalem, Mschatta
Durch Vermittlung J. Eutings kam ein Teil der Fassade des Wüstenschlosses Mschatta als Geschenk des Sultans an Kaiser Wilhelm II. nach Berlin
1904 Geheimer Regierungsrat
1905 Orientalistenkongreß, Algier
1905 Eutings Grab von ihm selbst angelegt
1909 Ballonfahrt von Straßburg bis Rottenburg a.N.
1912 Goldenes Doktor-Jubiläum
2.1.1913 in Straßburg gestorben
1.6.1913 Urne oberhalb des Wildsees beim Ruhestein beigesetzt
1914 "Tagbuch einer Reise in Innerarabien", Bd. 2, von Littmann herausgegeben